Energiemanagement
DIN EN 16001 / ISO 50001
Deutschland hat das Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2020 um
40 % gegenüber 1990 zu senken. Die Energieeffizienz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wenn die Energiepreise weiter steigen, wird Energiemanagement nicht nur für Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen ein wichtiges Thema.
Folgende Inhalte finden Sie auf dieser Seite:
Geltende Normen im Energiemanagement
Was bringt ein Energiemanagementsystem?
Integration der EnMS in andere Managementsysteme
Aufbau eines Energiemanagementsystems
Weiterbildung zum Thema Energiemanagement / Energieeffizienz
Geltende Normen im Energiemanagement
Die DIN EN 16001 und die ISO 50001 sind klassische Managementsystemnormen, die von unterschiedlichsten Organisationen aller Branchen und Größen angewendet werden können. Die Normanforderungen geben dabei einen Rahmen vor innerhalb dessen das individuelle Engagement erforderlich ist. Ziel ist eine kontinuierliche Verringerung des spezifischen Energieverbrauchs. Im Unterschied zu anderen Managementsystemen nehmen die Energiemanagementsysteme (EnMS) stark Bezug auf technische Sachverhalte, wie die kontinuierliche Energiedatenerfassung, Screening-Analysen und die Bewertung der betrieblichen Energienutzung.
Was bringt ein Energiemanagementsystem?
Zunächst eine größere Transparenz. Unternehmen wissen genauer, wo sie Energie verbrauchen und wie viel. Sind die detaillierten Kosten für die einzelnen Verbraucher bekannt, können sehr gezielt Einsparmöglichkeiten identifiziert werden. Die systematische Vorgehensweise des EnMS hilft dabei, diese Einsparpotentiale zu entdecken. Dann werden Mitarbeiter durch das EnMS sensibilisiert, verhalten sich energiebewusster und bringen das Unternehmen durch eigene Verbesserungsvor-
schläge voran. Insbesondere spricht das EnMS Unternehmen an, die eine Energiesteuerbefreiung in Anspruch nehmen, die dem Emissionshandel unterliegen oder sich dem Thema Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) verpflichtet haben. Ein Energiemanagementsystem wirkt zukunftsorientiert und ist die Grundlage für Fördermöglichkeiten und Steuereinsparungen.
Integration der EnMS in andere Managementsysteme
Die DIN EN 16001/ISO 50001 wurde so konzipiert, dass sie sich mit anderen Managementsystemen, vor allem im Bereich Qualitäts- und Umweltmanagement, verbinden lässt. Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre bestehenden Managementsysteme mit dem Ziel anzupassen, ein EnMS in Über-
einstimmung mit der DIN EN 16001/ISO 50001 aufzubauen.
Aufbau eines Energiemanagementsystems
Die Einführung von Energiemanagementsystemen (EnMS) wird ab 2013 Voraussetzung, um Vorteile bei der EEG-Abgabe sowie bei Strom- und Energiesteuererstattungen zu erlangen. Systematisches Energiemanagement wird auch heute schon in vielen Unternehmen genutzt. Zum Stichtag 24. April 2012 wird die Norm DIN EN 16001 zurückgezogen und durch die internationale Norm DIN EN ISO 50001 ersetzt. Kern der ISO 50001 ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung einer Organisation. Die Norm beschreibt die Anforderungen an eine Organisation zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagement-systems. Durch diesen systematischen Ansatz soll eine Organisation in die Lage versetzt werden, seine energiebezogene Leistung ("energy performance") zu verbessern, seine Energieeffizienz zu erhöhen und die Energienutzung zu optimieren. Die Anwendung der ISO 50001 verfolgt die Einsparung von Kosten sowie die Reduktion von Treibhausgasemissionen und anderen Umweltbelastungen.
Mit der Einführung eines Energiemanagementsystems können sich die Unternehmen systematisch der Erschließung von Effizienzpotentialen widmen (siehe Grafik):

Grafik: Abgrenzung der Begriffe beim Energiemanagement, Quelle: wiro consultans.
Die Einführung eines EnMS nach DIN 16001/ISO 50001 legt eine kontinuierliche Ermittlung der Energieverbräuche fest. Die gesammelten Daten ergeben Aufschluss über Verbräuche und ineffizienten Stromverbrauch, solange belegbare Kennzahlen vorhanden sind. Mithilfe dieser Daten können Einsparpotenziale ermittelt und Investitionsentscheidungen getroffen werden. Somit sind Energiemanagementsysteme Instrumente zur Verbesserung der energetischen Leistung.
Weiterbildung zum Thema Energiemanagement / Energieeffizienz
Besuchen Sie unsere praxisorientierten Seminare und Lehrgänge.
Bitte informieren Sie sich auch in unserem aktuellen Artikel Einsparpotenziale heben - mehr Energieeffizienz in den Betrieben u.a. zu diesen Themen:
- Herausforderungen für die energieintensiven Unternehmen
- Energieeinsparpotentiale in der Industrie
- Umsetzung technischer Maßnahmen
- Organisatorische und personelle Aspekte
- Optimierung von Erdgaslieferverträgen
- Optimierung von Stromlieferverträgen
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